Grundlagen und Daytrading Strategien mit Indikatoren

Trendwende frühzeitig erkennen

Markttechnik

Nach der Markttechnik liegt ein intakter Aufwärtstrend vor, wenn der Kurs sich zickzack-förmig nach oben bewegt, also ständig höhere Hochs (Punkt 2) und höhere Tiefs (Punkt 3) auftreten. Der Aufwärtstrend ist gebrochen, wenn kein höheres Hoch entsteht und das letzte Tief nach unten durchbrochen wird. Ein intakter Abwärtstrend liegt vor, wenn der Kurs sich zickzack-förmig nach unten bewegt, also ständig tiefere Tiefs (Punkt 2) und tiefere Hochs (Punkt 3) auftreten. Der Abwärtstrend ist gebrochen, wenn kein tieferes Tief entsteht und das letzte Hoch nach oben durchbrochen wird. Siehe Markttechnik.

Markttechnik

Trendlinien

Im Aufwärtstrend werden im Chart die Tiefkurse mit einer Trendlinie (= Unterstützung) verbunden. Die Kurse verlaufen dauerhaft über der Trendlinie. Im Abwärtstrend werden die Hochkurse mit einer Trendlinie (= Widerstand) verbunden. Die Kurse verlaufen dauerhaft unter der Trendlinie. Für das Zeichnen einer Trendlinie sind mindestens 2 Fraktale erforderlich. Die Bedeutung einer Trendlinie nimmt zu, je öfter sie vom Kurs getestet wurde. D.h. je öfter der Kurs an die Linie heranläuft und wieder in die Gegenrichtung dreht. In einem solchen Fall ist die Trendlinie intakt.

Trendlinien

Trendkanäle

Trendkanäle erhält man, wenn man in einem Aufwärtstrend zusätzlich zur unteren Trendlinie die Hochkurse mit einer Linie verbindet bzw. in einem Abwärtstrend zusätzlich zur oberen Trendlinie die Tiefkurse mit einer Linie verbindet. Der Trendkanal ist dann die Kursspanne zwischen oberer und unterer Trendlinie. In starken und intakten Trends verlaufen diese nahezu parallel. Ein Hinweis auf eine mögliche Trendumkehr liegt vor, wenn der Kurs eine Trendlinie signifikant durchbricht.

Trendkanal

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnitte zeigen uns die Trendrichtung an und ebenso eine Trendwende. Da gleitende Durchschnitte jedoch je nach Periodenlänge dem Trend mehr oder weniger stark hinterherlaufen, erhalten wir das Signal verspätet. Einen vorzeitigen Hinweis auf eine mögliche Trendumkehr erhalten wir dadurch, dass der Kurs einen gleitenden Durchschnitt dauerhaft durchbricht, was wiederum von der Periodenlänge des gleitenden Durchschnitts abhängig ist. Siehe Gleitende Durchschnitte.

gleitender Durchschnitt

Donchian Channel

Der Donchian Channel ist ebenfalls ein trendfolgender Indikator und wurde von mir bereits ausführlich beschrieben. Als Preiskanal zeigt er den höchsten und tiefsten Kurs für die eingestellte Periodenlänge (standardmäßig 20 Kerzen) an. Da im Aufwärtstrend neue Hochs bzw. im Abwärtstrend neue Tiefs entstehen, ist ähnlich wie beim Trendkanal die Trendrichtung ersichtlich. Ebenso ist eine Trendumkehr leicht zu erkennen. Siehe Donchian Channel.

Donchian Channel

Divergenzen

Divergenzen zwischen Momentum-Indikator und Kursverlauf weisen gleichfalls auf bevorstehende Trendwechsel hin. Da diese Divergenzen frühzeitig auftreten und eine hohe Trefferquote haben, ist diese Methode besonders empfehlenswert. Zur Identifizierung solcher Divergenzen eignet sich z.B. der MACD und RSI. Ich setze am liebsten den KDJ Indikator ein, für mich die ideale Kombination aus MACD, RSI und Stochastik Oszillator. Siehe Divergenz Trading.

KDJ-Divergenzen

Kerzen-Umkehr-Formation

Nach einem Up- oder Down-Swing, der auch in 2 Phasen verlaufen kann, wobei die letztere Phase bereits etwas weniger Dynamik zeigt, bildet sich häufig eine Umkehrkerze, welche die Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung einleitet. Dennoch sollte man diese Kerzenformation mit Vorsicht angehen, der Swing kann nach kurzer Korrektur wieder Fahrt aufnehmen. Siehe auch unter Umkehrkerzen in der Markttechnik.

Trendwende

Chartformationen

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch einmal auf die unter Chartformationen beschriebenen Muster hinweisen, die ebenfalls Hinweise auf eine Trendwende geben. Siehe Chartformationen.

Weiterlesen unter Tradingstile und Zeiteinheiten.