Grundlagen und Daytrading Strategien mit Indikatoren

Markttechnik

Die Markttechnik ist ein faszinierendes Werkzeug um bei der technischen Chartanalyse Punkte zu erkennen, an denen Bewegung entstehen kann. Die Markttechniker gehen davon aus, dass in einem Markt nicht Nachrichten oder Ereignisse den Kurs machen, sondern die verschiedenen Marktteilnehmer, die stets für Angebot und Nachfrage sorgen. Und zwar diejenigen die Long positioniert sind, diejenigen die Short positioniert sind und jene die Flat sind, also auf ihren Einstieg warten.

Der Kurs richtet sich laufend nach Angebot und Nachfrage. Steigt die Nachfrage, so steigt der Kurs. Überwiegt das Angebot, dann fällt der Kurs. Zum Beispiel kauft ein institutioneller Händler in großem Stil eine Aktie, so dass der Kurs steigt. Private Trader werden darauf aufmerksam und kaufen ebenfalls und Händler, die short positioniert waren, schließen ihre Position oder gehen sogar long. All das treibt den Kurs weiter in die Höhe.

Nun wollen einige den aufgelaufenen Gewinn mitnehmen und verkaufen ihre Aktien. Es entsteht ein Überangebot und der Kurs fällt. Durch diese beginnende Konsolidierung entsteht ein Hochpunkt, der in der Markttechnik die Nummer 2 erhält. Trader, die am Hochpunkt gekauft haben sind im Minus und entschließen sich zum Verkauf. Dadurch wird der Kurs weiter nach unten gehandelt. Diesen Kursrutsch nutzen andere Trader und kaufen zu einem günstigeren Kurs diese Aktie wieder nach bzw. steigen neu ein. Der Tiefpunkt erhält in der Markttechnik die Nummer 3.

Da wieder mehr Trader bereit sind zu kaufen, als zu verkaufen, zieht der Markt wieder an und schießt über das letzte Hoch hinaus. Ein neues Hoch Nummer zwei entsteht. Der Vorgang kann sich mehrere Male wiederholen, bis ein Trendbruch eintritt. Fällt der Markt unter das vorhergehende Tief (Punkt 3) haben wir einen solchen Trendbruch. Die am letzten Punkt 3 liegenden und nun ausgelösten Stop-Loss-Order treiben den Kurs weiter nach unten. So kann das Spiel von neuem beginnen, nur eben in die andere Richtung.

markttechnik

Die Bewegungen in Richtung eines Aufwärts- oder Abwärtstrends (von Punkt 1 zu 2 bzw. 3 zu 2) werden von Altbörsianern gerne Progressionsphasen oder kurz Progression genannt, die Korrekturen entsprechend Regressionsphasen oder kurz Regression. In der Markttechnik ist der Punkt 2 besonders wichtig. Hier treffen viele Einstiegsorder und Stopp-Order zusammen und sorgen für Bewegung (siehe Bild). Daher wird sich ein erfahrener Markttechniker immer einen Punkt 2 suchen und spätestens hier - besser noch aus der Korrektur heraus - seinen Einstieg wählen.

Als Markttechniker kann man den Trend, die Bewegung (Progression) oder den Ausbruch traden. Mehr unter Markttechnik Trading Strategie.

Weiterlesen unter Indikatoren & Oszillatoren.

Ein Aufwärtstrend liegt vor, wenn der Kurs sich zickzack-förmig nach oben bewegt, also ständig höhere Hochs (Punkt 2) und höhere Tiefs (Punkt 3) auftreten. Der Aufwärtstrend ist gebrochen, wenn kein höheres Hoch entsteht und das letzte Tief nach unten durchbrochen wird. Siehe Grafik oben.

Ein Abwärtstrend liegt vor, wenn der Kurs sich zickzack-förmig nach unten bewegt, also ständig tiefere Tiefs (Punkt 2) und tiefere Hochs (Punkt 3) auftreten. Der Abwärtstrend ist gebrochen, wenn kein tieferes Tief entsteht und das letzte Hoch nach oben durchbrochen wird.