Grundlagen und Daytrading Strategien mit Indikatoren

Heikin Ashi Scalping Strategie

Beim Scalping können Long und Short Trades durchgeführt werden. Voraussetzung ist ein Broker, der geringe Spreads bietet, möglichst keine Kommissionen verlangt und kurze Trades zulässt. Das Prinzip ist in einem ½ - oder 1-Minuten Heikin Ashi Chart die Gegenbewegung einer ausreichend starken Bewegung zu traden. Und zwar bei sichtbaren Wendepunkten (Wechsel der Kerzenfarbe) eine Position zu eröffnen und sobald die Farbe der Kerze wiederum wechselt, die Position zu schließen und ggf. (wenn die Bewegung ausreichend groß war) eine neue gegenläufige Position zu öffnen. Grüne Kerze = long, rote Kerze = short. Das Timing ist hier natürlich sehr wichtig. Ebenso wichtig sind enge Stop-Loss zu setzen. Aber als erfahrener Scalper lässt man sich möglichst nicht ausstoppen und schließt die Position sobald man merkt, dass das Momentum gegen einen läuft.

Hilfreich ist das Einzeichnen von Vortageshoch/-tief, Unterstützungs- und Widerstandsbereichen. Weitere Indikatoren sind bei dieser Strategie eigentlich überflüssig, dennoch verwende ich zusätzlich einen Donchian Channel zur Einschätzung der zu erwartenden Range. Hauptaugenmerk bleibt aber auf Form und Größe der Kerzen insbesondere Dojis und Spinning Tops.

  • die Größe der Kerzen (Stärke des Trends)
  • das Erscheinen kleiner Kerzen (Trend wird schwächer)
  • lange Dochte oder Lunten (Trend erschöpft sich)
  • die Kerzen bilden keine tieferen Tiefs oder keine höheren Hochs mehr (Trendwende)

Die Märkte bewegen sich zu 70 % der Zeit seitwärts und in solchen Ranges kann man wunderbar scalpen. Besonders eignet sich dazu der Forex-Markt. Hier findet man meist genug Bewegung, besonders von 14 - 17 Uhr, wenn sich die europäische und amerikanische Session überlappen. Aber auch der FDAX, der Mini-DAX Future oder ein DAX-CFD eignen sich hervorragend zum Scalpen. Diese besonders in der Zeit von 9 - 12 Uhr, wenn die deutschen bzw. europäischen Trader unter sich sind. Vorsicht ist an Trendtagen geboten, die ein- bis zweimal in der Woche auftreten. Hier sollte man auch als Countertrend-Scalper in Bullenmärkten besser long und in Bärenmärkten short traden.

Anmerkung: Das mag alles simpel klingen, aber ganz so einfach ist es in der Realität nicht. Gerade beim Scalpen sind ausreichend Bewegung, eine konsequente Stopp-Setzung und eine hohe Trefferquote die Voraussetzung dafür, dass das Konto am Abend eine positive Bilanz aufweist.

Weiterlesen unter Trading mit Gleitenden Durchschnitten.

Heikin Ashi Scalping Strategie