Grundlagen und Daytrading Strategien mit Indikatoren

Meine aktuelle Trading Strategie

Der ein oder andere Besucher meiner Webseite fragt sich vielleicht, welche Strategie trade ich eigentlich aktuell. Das will ich euch verraten, die Moving Average - Trendfolge Trading Strategie mit gleitenden Durchschnitten und zwar in der Zeit von 9.00 – 12.00 Uhr. Den Rest des Tages habe ich frei.

Moving Average - Trendfolge Trading Strategie

Ein einfaches und übersichtliches Setup mithilfe eines kurzfristigen MA als Signalgeber und eines langfristigen MA als Trendfilter liefert alle nötigen Informationen für ein profitables Trendfolge-Trading. Ich verwende den EMA(20) und EMA(200), weitere Indikatoren sind völlig überflüssig. Ein Vorteil dieser Methode ist, dass keine Indikatoren vom Kursverlauf ablenken und man die Kerzen – also die Kurse – im Auge behält. Ich trade die Signale im 5 Minuten-Chart, wenn mir die Multiple Time Frame Analyse (MTFA) im 30 Minuten-Chart und 4 Stunden-Chart die gleiche Trendrichtung bestätigt. Die MTFA ist zwar keine Garantie für einen profitablen Trade, erhöht aber wesentlich die Wahrscheinlichkeit auf einen erfolgreichen Trade.

Einstieg

Im 5 Minuten-Chart liefert der EMA(20) die Einstiegssignale, der EMA(200) dient als Trendfilter. Befindet sich der Kurs über dem EMA(200) werden nur Long-Trades gehandelt, befindet er sich darunter werden nur Short-Trades gehandelt.

Long-Trade: Wenn der EMA(20) bullisch ist und eine Kerze den EMA von unten nach oben kreuzt und der Schlusskurs darüber liegt.

Short-Trade: Wenn der EMA(20) bärisch ist und eine Kerze den EMA von oben nach unten kreuzt und der Schlusskurs darunter liegt.

Multiple Time Frame Analyse (MTFA)

Voraussetzung für Long-Trades ist, dass sowohl EMA(20) wie auch EMA(200) im 30 Min.-Chart und 4 Std.-Chart bullisch sind, also der EMA(20) einen Aufwärtstrend zeigt und der Kurs des Finanzinstrumentes sich oberhalb des EMA(200) bewegt.

Voraussetzung für Short-Trades ist, dass sowohl EMA(20) wie auch EMA(200) im 30 Min.-Chart und 4 Std.-Chart bärisch sind, also der EMA(20) einen Abwärtstrend zeigt und der Kurs des Finanzinstrumentes sich unterhalb des EMA(200) bewegt.

Kursverläufe

Die Verläufe von EMA(20) und EMA(200) geben Hinweise zur Trendstärke. Flache, fast waagerechte Verläufe signalisieren Seitwärtsphasen, während steile Verläufe auf starke Trendphasen hinweisen. Weitere Informationen liefern der markttechnische Verlauf der Kerzen und die Bildung von Kerzenformationen. In Seitwärtsphasen und schwachen Trendphasen befinden sich die Kerzen eng am gleitenden Durchschnitt und kreuzen diesen sehr häufig. In starken, intakten Trendphasen entfernen sich die Kerzen vom gleitenden Durchschnitt.

Während starker Trends laufen die Kerzen schon mal parallel entlang des gleitenden Durchschnitts, meist jedoch zickzack-förmig. D.h., die Kurse bewegen sich im Wechsel vom EMA(20) weg und bei kleineren Korrekturen nähern sie sich ihm wieder. Markttechnisch gesehen bilden sich bei intakten Aufwärtstrends ständig höhere Hochs und höhere Tiefs, bei intakten Abwärtstrends bilden sich ständig tiefere Tiefs und tiefere Hochs. Diese Rücksetzer eignen sich sehr gut zum Einstieg bzw. um die Position aufzustocken.

Einen weiteren Vorteil genießen die Trader, die sich mit Kerzen-Formationen auskennen, also die Trendumkehr- oder Trendfortsetzungsmuster der Kerzen richtig deuten können. Jene Trader, denen das ein Buch mit sieben Siegeln ist, fehlt eine wichtige Information und die sollten unbedingt meinen Beitrag über Kerzen-Formationen lesen.

Ausstieg

Der Ausstieg erfolgt, wenn markttechnisch der Trendbruch festgestellt wird oder spätestens, wenn der Kurs den EMA(20) in die entgegengesetzte Richtung kreuzt.

Moving Average - Trendfolge Trading Strategie

Das Bild zeigt rechts den 5 Minuten und links den 30 Minuten-Chart mit EMA(20) und EMA(200) sowie Donchian Channel. Letzterer hat bei den Trades keine besondere Bedeutung, ist eine alte Angewohnheit von mir. Die Trendrichtung des EMA(20) färbt den Chart entsprechend rot oder grün ein.

Wem das zu wenig Indikator ist, der kann als Unterstützungs- und Widerstandszonen die Pivot Points hinzunehmen und unter den Charts einen KDJ-Indikator mitlaufen lassen. Den KDJ würde ich hier nicht als Signalgeber einsetzen, sondern um mithilfe auftretender Divergenzen frühzeitig über Trendwechsel informiert zu werden.

Weiterlesen unter 5 - Strategien - Trendfolge - Trading.