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Aktien und Fonds

Wohin mit dem Geld, wenn es auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto nur lächerliche 0,01% Zinsen bringt und durch eine Inflationsrate von 2 % oder mehr langsam aber sicher aufgefressen wird? Auf diesem Niveau befanden sich zumindest die Zinsen im Jahr 2019. Als Alternative zum Sparen empfehlen Finanzexperten einhellig, mittelfristig nicht benötigte Gelder in Wertpapieren wie Aktien und Fonds anzulegen.

Grundsätzlich solltest du beim Handel mit Wertpapieren einige Regeln beherzigen. So solltest du nur Geld an der Börse investieren, auf das du mittelfristig verzichten kannst. Nur dann lassen sich Kursrückgänge, die unvermeidlich sind, aussitzen. Außerdem solltest du keinen Kredit aufnehmen, um an der Börse zu spekulieren. Das könnte fatal enden. Kaufe nur, was Du kennst und verstehst und achte auf Diversifizierung. Setze nicht alles auf eine Karte, kaufe unterschiedliche Märkte und Branchen. Wer sein Geld auf verschiedene Wertpapiere und Assetklassen verteilt, lebt sicherer.

Der inzwischen verstorbene Andre Kostolany sagte einmal, Aktien solle man kaufen, in das Depot legen und erst einmal zehn Jahre schlafen. OK, das ist natürlich auch eine mögliche Vorgehensweise aber nicht meine und absolut nicht die eines Traders. Unter Trading versteht man vielmehr den kurz- bis mittelfristigen Handel von Finanzprodukten. Beim Trading versucht man Kursschwankungen oder Trendphasen zu nutzen, um eine kontinuierliche Rendite zu erwirtschaften.

Wer erfolgreich an der Börse handeln möchte, sollte sich konsequent an eine Trading-Strategie halten, die sowohl die Auswahl der Handelsprodukte wie auch Ein- und Ausstieg regelt. Er sollte sich unbedingt Kursziele setzen. Sind diese erreicht, wird der Gewinn realisiert, egal ob der Kurs möglicherweise weiter nach oben gehen könnte. Gleiches gilt auch bei Kursrückgängen. Hier regelt ein Stop-Loss den Ausstieg. Andernfalls würde man - schneller als einem lieb ist - vom Trader zum Investor.

Beim Handel von Fonds kommen für mich wegen der deutlich geringeren Gebühren nur ETFs (Exchange-traded Fonds) in Frage, bei denen du beim Kauf oder Verkauf lediglich den Spread zwischen Geld- und Briefkurs zahlst anstelle hoher Ausgabeaufschläge und Rücknahmegebühren. Außerdem sind die laufenden Fondsgebühren bei ETFs deutlich geringer als bei den aktiv gemanagten Investmentfonds.

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