Grundlagen und Daytrading Strategien mit Indikatoren

Hard- und Software

Zum erfolgreichen Traden gehört natürlich auch eine funktionierende Infrastruktur. So solltest du bei der Hardware nicht am falschen Ende sparen und auf eine zeitgemäße Ausstattung achten. Ein moderner PC mit leistungsstarkem 4-Kern-Prozessor (z.B. Intel Core i5 oder i7), 8 GB Arbeitsspeicher, SSD-Festplatte (über SATA 6GB Anschluss), leisem CPU-Lüfter und Netzteil, multimonitor-fähiger Grafikkarte und vorzugsweise Windows 10 Pro als Betriebssystem ist schon mal eine gute Ausgangsbasis. Standard-Grafikkarten besitzen heute in der Regel ohnehin schon die Möglichkeit zwei Monitore anzuschließen. Braucht man zusätzliche Monitore, muss eine entsprechende multimonitor-fähige Grafikkarte in den PC eingebaut werden. Zur Anregung kannst du dir z.B. einmal den Trading-PC-Shop anschauen.

Achte auch auf eine gewisse Redundanz, also ein Notfallsystem, wenn dein Rechner oder die Internetverbindung Probleme bereiten. Professionelle Trader halten dazu einen zweiten PC sowie einen alternativen Internetzugang bereit. Für den normalen Daytrader sollten die mobilen Lösungen ausreichen, die CFD-Broker fast ausnahmslos für Smartphones oder Tablets anbieten. Mein Smartphone besitzt jedenfalls einen alternativen Internetzugang und ist mit Trading-App und Kontozugang für einen solchen Notfall ausgestattet. Darüber kann ich einen laufenden Trade beobachten und notfalls schließen. Verzweifelte Anrufe im Datencenter meines Brokers kann ich mir so ersparen. Dennoch nie verkehrt, wenn die Telefonnummer sowie das vom Broker erhaltene Telefon-Passwort bereit liegen.

Als Trading-Software eignet sich hervorragend der MetaTrader 4, seit 2005 die beliebteste Handelsplattform der Trader. Der MT4 wird von den meisten Online Brokern kostenlos zur Verfügung gestellt, bietet eine professionelle Benutzeroberfläche und viele Indikatoren und ist bereits nach der Installation optimal vorkonfiguriert. Darüber hinaus bietet der MT4 z.B. Expert Advisors zum automatischen Traden sowie die Möglichkeit Handelsstrategien in Backtests zu prüfen. Hat man erst einmal den Handel im MetaTrader 4 kennengelernt, muss man sich beim Wechsel des Brokers nicht mehr umstellen.

Eine weitere bekannte Handelsplattform ist der ebenfalls kostenlose MetaTrader 5, den man quasi als Weiterentwicklung des MT4 betrachten kann. Eine sehr gute und von mir genutzte Software ist der NanoTrader, der in einer Free- und einer kostenpflichtigen Full-Version angeboten wird. Für Einsteiger ist die kostenfreie Version völlig ausreichend. Wie man so hört, wird von Profis gerne der NinjaTrader verwendet, dessen Anschaffung allerdings etwas kostet. Da eine Reihe von Brokern die Technologie von Interactive Brokers nutzen (z.B. CapTrader, Lynx Broker, WH Selfinvest), ist dort über Schnittstellen das Traden mit dem NinjaTrader möglich.

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