Grundlagen und Daytrading Strategien mit Indikatoren

Daytrading nach der Markttechnik

Es gibt unzählige Trading Strategien, in denen Indikatoren zur Identifizierung der Trendrichtung, Trendstärke und Volatilität sowie als Filter und Signalgeber genutzt werden. Beginnen will ich jedoch mit der von Michael Voigt vorgestellten Markttechnik. Auch wenn wir uns später einer anderen Strategie zuwenden, wird uns die markttechnische Sichtweise stets begleiten. Wenn du mit der Markttechnik nicht vertraut bist, solltest du zunächst einmal meinen Artikel über die Markttechnik lesen.

Vor dem Traden

Ein markttechnisch orientierter Trader sucht Einstiegssignale immer direkt im Chart. Zunächst wird ein geeignetes Finanzinstrument ausgewählt und die Trendrichtung in den übergeordneten Zeiteinheiten (Tag oder 1h / 30min) identifiziert. Befindet sich der Markt in einem Aufwärts- oder Abwärtstrend? Ein Markt mit trendloser Phase ist für den Markttechniker uninteressant.

Befindet sich der Markt in einer Bewegungs- oder Korrekturphase? Einer Korrekturphase sollte man immer ausreichend Zeit geben, mindestens 10 Kerzen. Handelt es sich bei den Kerzen um Innenstäbe, dann auf keinen Fall eine Position eröffnen, da der Markt dann zu unberechenbar ist. Befindet sich der Markt in einer Bewegungsphase muss der Fortschritt der Bewegung bestimmt werden. Kann man noch einsteigen? Ideal ist, wenn in Kürze ein Punkt 2 erreicht wird.

Nun wird vom Tageschart in die gewünschte untergeordnete Zeitebene (beispielsweise 5 Minuten) gewechselt und auch hier die Trendrichtung überprüft. Stimmt diese mit der übergeordneten Zeiteinheit überein? Nun zeichnen wir die Tageslinien (Vortageshoch, Vortagestief, Vortages-Schlusskurs, Tageseröffnung) ein und suchen einen vielversprechenden Einstiegspunkt im Trend oder anhand von Korrekturen, Tageslinien oder Trendlinien. Ideal ist, wenn auch hier ein Punkt 2 vorgefunden wird, der in Kürze durchbrochen wird. Das gibt uns einen idealen Einstiegspunkt um unsere Stop-Entry-Order zu platzieren.

Sollte sich die untergeordnete Zeiteinheit in der Korrekturphase befinden, gilt auch hier die Faustregel, dass die Korrekturphase mindestens aus 10 Kerzen bestehen sollte, vorausgesetzt es handelt sich nicht um Innenstäbe. Nun setzen wir unsere Stop-Buy- oder Stop-Sell-Order oder steigen direkt mittels Market Order ein. Kurzfristig orientierte Trader sollten das Handeln während auftretender Innenstäbe grundsätzlich vermeiden und sich zu eigen machen, vor jedem Trade auf Innen- und Außenstäbe zu prüfen, egal in welcher Zeiteinheit sie unterwegs sind. Die meisten kurzfristigen Fehltrades treten beim Handel von Innenstäben auf.

Während eines Trades

Das Setzen des Stop-Loss ist abhängig davon, ob wir den Trend, die Bewegung oder den Ausbruch traden. Beim Trend werden wir den Stop-Loss immer am letzten Punkt 3 platzieren. Beim Traden der Bewegung setzen wir den Stop-Loss im Up-Swing immer unter die vorletzte Kerze (im Down-Swing darüber). Entstehen Innenstäbe wird der Stop-Loss zurückgesetzt unter die Kerze vor dem Außenstab (im Down-Swing darüber) und erst wieder nachgezogen, wenn der Außenstab gebrochen wurde.

Beim Traden des Ausbruchs legen wir in unserer Stop-Entry-Order bereits Stop-Loss und Take-Profit fest und müssen uns in der Regel nicht weiter darum kümmern.

Weiterlesen unter Heikin Ashi Scalping Strategie.

Markttechnik Trading Strategie

Innenstäbe sind Kerzen, deren Schlusskurse innerhalb des Hoch- und Tiefkurses eines Außenstabes liegen. Solange die Kurse nicht außerhalb der Kursspanne des Außenstabs schließen, befindet sich der Markt in Innenstäben. Innenstäbe stellen keine Seitwärtsphase dar und lassen keinen Rückschluss auf die Trendrichtung zu. Innenstäbe wechseln ständig die Richtung und ihre Hochs und Tiefs können durchaus auch außerhalb der Kursspanne des Außenstabes liegen. Mit zunehmender Anzahl an Innenstäben nehmen der Handel und damit die Volatilität jedoch ab.

Kurzfristig orientierte Trader sollten das Handeln während auftretender Innenstäbe grundsätzlich vermeiden und sich zu eigen machen, vor jedem Trade auf Innen- und Außenstäbe zu prüfen, egal in welcher Zeiteinheit sie unterwegs sind. Die meisten kurzfristigen Fehltrades treten beim Handel von Innenstäben auf.