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Weniger nervenaufreibend mit Swingtrading

Beim Swingtrading geht es etwas gemütlicher zu. Während einige Profis mit ihren sechs- oder gar siebenstelligen Konten reines Daytrading betreiben, praktizieren andere sowohl Daytrading wie auch Swingtrading. Hier bieten sich viele Varianten an, z.B. beides mit einem Konto und den gleichen Hebelprodukten durchzuführen oder es – wie ich – zu trennen und mit separaten Konten zu handeln. Am Terminmarkt können mittels Futures (ggf. CFDs) Long- und Short-Trades, am Kassamarkt mittels Wertpapieren insbesondere Aktien Long-Trades ohne Hebel durchgeführt werden. Letzteres schauen wir uns hier einmal genauer an.

Gehandelt werden Bewegungen nach der Markttechnik aus der Korrektur heraus, sobald ein bestätigter Trend vorliegt (ein zweiter Punkt 2). Das Setup ist ähnlich wie beim Daytrading, lediglich Zeiteinheiten (Aggregation) und Haltedauer unterscheiden sich. Als Indikatoren können Bollinger Bänder und gleitende Durchschnitte wie EMA(10), EMA(20), EMA(50) und EMA(200) eingesetzt werden, um Trends zu identifizieren und Trendwechsel frühzeitig zu erkennen. Weitere Indikatoren (MACD, Stochastik etc.) sind nicht unbedingt erforderlich. Chartformationen haben allerdings beim Swingtrading eine größere Bedeutung als beim Daytrading.

Aggregation
  • Wochenchart zur Identifizierung des übergeordneten Trends,
  • Tageschart zur Identifizierung von Einstiegsmöglichkeiten, Widerständen und Unterstützungen,
  • 30 (oder 60) Minutenchart für das Feintuning,
  • 4-Stunden Heikin Ashi Chart während des Trades.
Setup / Strategie
  • EMA(10), EMA(20), EMA(50) und EMA(200).
  • Trade nie gegen sondern nur mit dem Trend.
  • Laufe keinem Trend hinterher sondern warte auf eine Korrektur.
  • Die Korrekturphase muss aus mind. 10 Kerzen bestehen.
  • Bei den Kerzen darf es sich nicht um Innenstäbe handeln.
  • Korrektur sollte mind. 38% besser 50% gelaufen sein (Fibonacci).
  • EMA(50) muss einen Aufwärtstrend anzeigen.
  • Warte auf eine kleine bullische Kerze für den Long-Einstieg.
Einstieg

Der Einstieg erfolgt grundsätzlich wie oben im Setup beschrieben. Wenn man sich an den Bollinger Bändern orientiert, dann kann man am unteren Band kaufen, sobald eine kleine bullische Kerze entsteht und am oberen Band verkaufen, sofern kein Ausbruch stattfindet. Andere mögliche Einstiegspunkte sind Chartformationen wie Doppel- oder Dreifachboden, umgekehrter SKS, Flagge, Wimpel, Dreieck, Keil, W-Formation oder Tasse mit Henkel.

Ausstieg / Ziel
  • Erster Zielbereich ist immer der letzte Punkt 2, hier die Stopps eng setzen.
  • Erste Warnung, wenn die Kurse den EMA10 unterschreiten (Ampel Gelb).
  • Zweite Warnung, wenn die Kurse den EMA20 unterschreiten (Ampel Rot).
  • Der EMA200 dient als wichtige Widerstands- und Unterstützungslinie.
Anmerkung

Bis einschließlich vierte Korrektur ist der Handel ziemlich sicher. Je älter der Trend desto riskanter ist ein möglicher Trendwechsel. Ein Trade sollte nicht länger als fünf Tage dauern und wegen möglicher unglücklicher Gaps zum Wochenbeginn am Freitagabend geschlossen werden.

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